IN TERRA VERITAS

Wie ein Betrüger heute der Archäologie helfen kann

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In der Geschichte des Markgrafentums Bayreuth tummeln sich immer wieder zwielichtige Gestalten, die versucht haben auf Kosten der Bevölkerung oder des Markgrafen reich zu werden. Ein Beispiel von historischem Interesse ist der kuriose Aufstieg und Fall des vermeintlichen Alchemisten Cronemann. Ein weiterer Hochstapler im Markgrafentum Bayreuth war ...
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Fähren im Mittelalter – Wichtiger Bestandteil der Verkehrsinfrastruktur

Rekonstruktion-Faehre-15Jahrhundert--kleinwelzheim-kroeger-2015 Rekonstruktion einer „Plattformfähre“ nach einem Fund in Kleinwelzheim aus dem 15. Jahrhundert
Um heute einen Fluss wie den Main oder die Regnitz zu überqueren, muss man oft nicht lange nach einer Brücke suchen. Alle paar Kilometer spannen sich moderne Betonbrücken über die Gewässer und erleichtern uns allen die Fortbewegung. Dieser Luxus ist allerdings ein recht neues Phänomen, denn noch bis in das 20. Jahrhundert waren Brücken nicht annähe...
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Pech muss man haben!

Brandbomben-mit-pechfuellung-biringuccio-1556 Mit Pech gefüllte Brandbomben des 16.Jahrhunderts (Quelle: Oettel 1989, S. 234, Abb. 1)
Heute verbinden wir mit dem Begriff "Pech" eher Unglück, obwohl es sich doch um einen der ältesten Werkstoffe der Menschheit handelt. Von der steinzeitlichen Pechklebung von Pfeilspitzen aus Feuerstein über mit Pech gefüllte Brandbomben bis zur Abdichtung von Bierfässern in der Moderne. Pech war enorm wichtig für das Verbinden von Materialien. Ohne...
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Bamberger Archäologin schwimmt mit Fischen vor Gotland

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„Wir vergleichen Ökosysteme aus der Vergangenheit mit der heutigen Situation, um Lösungen für einen nachhaltigen Fischfang in der Zukunft zu finden", so ITV-Mitarbeiterin Beatrice Krooks, die zwischenzeitlich als Doktorandin für die Universität Uppsala arbeitet. Das Video zeigt Krooks und Geowissenschaftlerin Chiara D'Agata bei der Feldarbeit für i...
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Versunkene Städte, vergessene Orte und sagenhafte Schätze – Wüstungen in Nordbayern

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Mystische Geschichten über versunkene Städte, vergessene Orte und sagenhafte Schätze unter der Erde werden noch heute erzählt. Nicht irgendwo im dichten Dschungel Südamerikas oder den weiten Steppen Asiens. Versunkene Orte sind Phänomene, die in ganz Europa und sogar in Bayern eigentlich alltäglich sind. In der Archäologie werden sie als Wüstungen ...
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Mehl im Mittelalter – Wie ein falscher Mahlstein zur Blutvergiftung führen kann.

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Getreide wurde im Mittelalter in der Regel in zwei Formen weiterverarbeitet. Entweder es wurde aus dem Korn direkt Brei gekocht oder es wurde zu Mehl verarbeitet, um daraus Brot zu backen. Um Mehl zu mahlen braucht es natürlich Mühlen. Neben den großen Anlagen wie Wasser- oder Schiffsmühlen wurden im heimischen Bereich vor allem kleine Handmühlen v...
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CSI: Motzenhof - 1666

Zeichnung-des-markgraeflichen-Malers-1666 Zeichnung des markgräflichen Malers von 1666, 1: Weg nach Helmbrechts, 5: Standort des Schützen, 7: Standort des Hirschs, 8: Fundort des Hirschs (Quelle: HVO, Band 100, S. 82)
Motzenhof, 1666: Versteckt hinter Büschen und Bäumen setzt der Mann seine Flinte an, sein Opfer kann ihn weder sehen noch riechen. Der Schütze spannt den Hahn und drückt ab. Ein lauter Knall, das Opfer ist getroffen! Mit letzter Kraft versucht es zu entkommen und wird später einige Meter weiter nordöstlich gefunden – oder wurde es dorthin getragen?...
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Ungeklärte Frage der Archäologie – Der Ringgriffhaken

„Ich habe keine Ahnung" – ein Satz den Archäologinnen und Archäologen nicht gerne sagen. Dennoch gibt es ihn ab und zu. Ein Beispiel war die Tonwanne mit ungeklärtem Zweck, zu der es bereits einen Beitrag und ein Video gibt. Ein weiteres Objekt aus unserer Region, hinter dem sich auch ein bisher ungelöstes Rätsel verbirgt, ist der sogenannte Ringgr...
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„Wie man mit nur einem Knochen die Körpergröße bestimmt.“ IN TERRA VERITAS Anthropologin Sabina Wahlstedt im Interview

Wenn man als Archäologe oder Anthropologe auf menschliche Überreste trifft, möchte man immer wissen, mit wem man es zu tun hat, wie die Menschen damals lebten und was mit ihnen passiert ist. Meistens gibt es auch keine Schriftquellen über die Personen, die wir ausgraben. Nicht einmal, wenn es sich um mittelalterliche Überreste handelt. In der Regel...
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Vom Vollbad mit Getränken bis zum Saunaaufguss und anderen Diensten - Ein mittelalterliches Badeerlebnis

Badeszene-1503-Albrecht-Duerer Schlagen mit Birkenbündel, Skizze von Albrecht Dürer, 1503
»Kulmbach, ein Samstag im frühen 15. Jahrhundert. Die Bürger der Oberen Stadt machen sich in gemächlichen Schritten von ihren Häusern zum Oberen Badehaus auf, das zu Füßen der Burg liegt.« Es ist das Angesehenste von insgesamt drei solcher Einrichtungen in der Stadt und liegt auf dem Anwesen, das heute die Adresse Oberhacken 34 trägt. Badehäuser ge...
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Zahnerkrankungen und Archäologie – Ein spannendes Fenster in die Vergangenheit

Unterkiefer-Karies-Abszess Unterkiefer mit Karies und Abszess am ersten rechten Backenzahn. Auch etwas Zahnstein ist erkennbar. (Quelle: White, Black & Folkens 2012)
Unter vorgeschichtlichen Skelettfunden sind Zähne die oft am besten erhaltenen Bestandteile menschlicher Überreste und manchmal sogar die einzigen. Dies liegt an ihren besonderen Eigenschaften im Vergleich zum restlichen Skelett. Zähne, haben sie sich erstmal abschließend entwickelt, wachsen nicht mehr weiter oder heilen auch nicht. Dies bedeutet f...
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Die Nadel – Ein Allzwecktool seit Jahrtausenden

Nadel-mit-Spiralscheibenkopf
Nadeln sind aus unserem Alltag nicht weg zu denken. Sie übernehmen als Allzwecktool viele Aufgaben. Es gibt Stecknadeln, Nähnadel, Häkelnadeln, Tatoonadeln, Gravurnadeln und vieles mehr. Die ältesten Nachweise von Nadeln, dünne durchlochte Spähne aus Knochen, stammen aus der jüngeren Altsteinzeit (ca. 40.000 – 12.000 v. Chr.) und werden wohl als Nä...
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Menschenopfer in Nordbayern

»Vor etwa 3000 Jahren irgendwo in Nordbayern. Die Leiche eines erwachsenen Mannes wird im nächtlichen Fackelschein vor eine Höhle gezerrt. Einige der Beteiligten greifen zu Äxten und Messern und trennen sämtliche Körperteile oberhalb des Brustkorbs und unterhalb der Kniegelenke ab. Der Schädel wird mit stumpfer Gewalt zertrümmert. Die Überreste wer...
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Gartenarbeit im Frühmittelalter Teil 2. Das ist aus dem Gemüsebeet bisher geworden.

Titelbild Video Gartenarbeit im Frühmittelalter Teil 2
Der Beitrag zeigt, wie im frühen Mittelalter ein Gemüsebeet angelegt wird. Was wurde nach einigen Wochen aus der ersten Saat?
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Die „Seeschlachten“ von Bayreuth

Bild3-Modellvorlage-Neptunus-Stadtmuseum-Bayreuth Modellvorlage zur Neptunus, heute im Stadtmuseum Bayreuth ausgestellt. (Quelle: Archiv für Geschichte von Oberfranken, Bd. 65, S. 328)
Vor etwa 300 Jahren treffen mehrere Kriegsschiffe unter Kanonendonner und von Pulverdampf eingehüllt aufeinander. Die tapferen Matrosen beider Seiten arbeiten hart, um die Schiffe um ihre jeweiligen Gegner zu manövrieren und in Schussposition zu kommen. Eine Szenerie, wie man sie irgendwo auf den Weltmeeren vermuten würde? Nein, sie fand so oder so...
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Die Kelten und ihre Kunst – eine 1000jährige Geschichte

Facebook_Wellenranke Fortlaufende Wellenranke im Waldalgesheimstil
Eines der schönsten Beispiele keltischen Kunsthandwerks aus Franken stammt aus der Höhensiedlung auf dem oberfränkischen Staffelberg im Landkreis Lichtenfels. Figürliche Fibeln (Abb. 1.1), bestehend aus einem Dreiklang aus Tier-, Vogelkopf- und Maskenfibeln haben dort die Jahrtausende überdauert. Im Allgemeinen sind nur wenige Schlaglichter des ber...
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Steine in der Steinzeit – Gefragter Rohstoff und Handelsgut

Baltischer-Feuerstein Knolle aus baltischem Feuerstein von der deutschen Küste. (Foto: Marlene Ruppert-Dallmann)
Benannt wurde die Steinzeit nach der Tatsache, dass Menschen Werkzeuge aus Stein fertigten. Doch Stein ist nicht gleich Stein, sondern Rohstoff mit unterschiedlichster Qualität und Güte. So war er auch begehrtes Handelsgut und wurde von den Steinzeitmenschen über große Distanzen transportiert und gehandelt. Heute kann die Archäologie durch Funde na...
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Das Ende der Steinzeit in Nordbayern. Noch vieles ist uns unbekannt.

berdimensionale-Nachbildung-Glockenbecher-Mitarbeiterin-IN-TERRA-VERITAS Eine Mitarbeiterin von IN TERRA VERITAS neben einer überdimensionalen Nachbildung eines Glockenbechers. (Quelle: Marlene Ruppert-Dallmann)
Im dritten Jahrtausend vor Christus ist in ganz Europa die langsam endende Steinzeit zu beobachten. Im sogenannten Endneolithikum wird – mit regionalen Unterschieden – damit begonnen Kupfer zu verarbeiten. Und so wird am Ende dieser Entwicklung die Steinzeit von der Bronzezeit abgelöst. Besonders prägend für diesen Zeitraum ist das Aufkommen der so...
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Ein Totholzzaun wird gebaut - Geschichtspark Bärnau-Tachov

Titelbild
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Die Fibel: Praktisches Utensil und Schmuckstück

Abb.1-Fibelschema Fibelschema
Über 2000 Jahre lang – von der Bronzezeit bis in das Mittelalter – bestimmen Fibeln als Trachtbestandteil und Schmuckstück das Aussehen der Menschen. Auch in Franken werden seit der späten Bronzezeit Fibeln verwendet. Für die Archäologie sind sie heute besonders interessant. In Süddeutschland kommt es mit Einsetzen der Urnenfelderzeit zu weitgehend...
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